Massive Polizeipräsenz

Auffällig an der Fotografie ist nicht das Erscheinungsbild der „nationalen Verbände“. Auffällig ist viel mehr, dass der Fotograf die massive Polizeipräsenz hervorhebt. Ein Polizist mit Karabiner im Anschlag steht im Bildvordergrund, ein weiterer steht – bereit zum Absprung - auf dem Trittbrett des voranfahrenden Polizeiwagens, ein Polizeioffizier hat eine Pistole in der Hand. Die Polizei wird als besonders aktionsbereit abgebildet.

Tatsächlich haben starke Polizeikräfte den „Werbemarsch“ begleitet und die Straßen von feindlich gesinntem Publikum geräumt. Außerdem forderten sie auf, die Fenster zu schließen. Angeblich sei in den Tagen vor der Kundgebung beobachtet worden, dass in Drogerien größere Mengen an Salzsäure und anderen Chemikalien gekauft worden seien. Man erwarte Säureattentate, hieß es. Zu derartigen Angriffen kam es jedoch nicht.

Andererseits verletzten die Polizisten mit Schüssen zwei Frauen und einen Mann. Der Arbeiter Adolf Wiese und die Witwe Auguste Reinecke verstarben an den zugefügten Verletzungen.